Das war der Kunst & Kultur Innovation Summit 2022

 

Am Donnerstag, den 10. November fand der Kunst & Kultur Innovation Summit 2022 statt. Ein abwechslungsreiches Programm mit internationalen Speaker*innen, interessanten Case Studies und neuen Denkanstössen erfreute sich großem Interesse. Wie immer gab es aber auch ausreichend Gelegenheit zum persönlichen Austausch und Networking.

 
 
 
 

 

Das war das Programm 2022

 

08:30 – 09:00

Registrierung & Frühstück
(powered by DIRECT MIND-Arts)


09:00 – 09:15

Welcome

MARION RÖDLER | DIRECT MIND-ARTS


09:15 – 10:15

Reimagination, Resiliency, Reconciliation:
21st Century Practices for 21st Century Arts Organizations

Eric Nelson | TRG Arts (USA)

Eric Nelson, Client Engagement Officer at TRG Arts, will lead our keynote, provoking us all to think future-forward about how to lead arts and cultural organizations into 2030, even in the face of current challenges and headwinds. Sharing client case studies and learnings from TRG’s global data benchmark, Eric will inspire you with provocations and practical next-step actions for your organization’s financial and cultural resilience.


10:15 – 11:00

Die Psychologie der Faszination

MAG. CHRISTOPH MÜLLER-GATTOL | DIRECT MIND

Warum zieht uns etwas in den Bann? Wir nähern uns einer großen Frage in kleinen Schritten: Was wir über das Denken wissen, über Gefühle ahnen und was unsere Entscheidungen beeinflusst. In Blitzlichtern stellen wir den verborgenen Banalitäten des Alltags nach, um neuen Ideen den Weg zu leuchten. Frei nach Berthold Brecht: Derjenige ist ein guter Stückeschreiber, der mit den Köpfen anderer Menschen denken kann ….


11:00 – 11:15

Kaffeepause
(powered by Kulturplanner & easy:connect)


11:15 – 12:00

ClassicCard Berlin App – How to engage with NextGen Audiences?

André Kraft | Komische Oper Berlin (D) & Mag. Sophie Garzon-Lapierre | easy-connect

Wie erreichen Kulturbetriebe junge Menschen dort, wo sie sich täglich aufhalten – auf den Screens ihrer Smartphones – am Besten? Wie können Kulturbetriebe ohne zusätzliche Marketingkosten mit Hilfe von digitalen Tools neue und vor allem junge Zielgruppen erreichen und gewinnen? Und wie können Apps & Daten dabei unterstützen, neu gewonnene Besucher*innen zu einem nachhaltigen Publikum zu entwickeln und langfristig die Auslastung zu steigern?

Diese Fragen, die derzeit viele Kulturinstitutionen beschäftigen, stellten sich auch die Betreiber der ClassicCard Berlin – der Vorreiter in Bezug auf kulturelle Jugendprogramme. Mit der bisher rein analogen ClassicCard Membership konnten junge Menschen unter 30 Jahren vergünstigte Karten für die führenden Berliner Kulturinstitutionen (wie z.B. Staatsoper Berlin, Deutsche Oper, Komische Oper, Konzerthaus Berlin, Berliner Philharmoniker, ROC) kurzfristig an der Abendkasse erwerben. Der Nachteil: Die Kulturbetriebe erhielten keine Kontakt- & Transaktionsdaten der Käufer*innen, was eine nachhaltige Publikumsentwicklung und -bindung quasi unmöglich machte.

Beschleunigt durch die Auswirkungen der Pandemie ging die Zahl der ClassicCard Mitglieder in den letzten Jahren stetig zurück und so wurde der Entschluss gefasst, die ClassicCard neu zu denken und zu 100% zu digitalisieren. Gemeinsam mit easy-connect, die über langjährige Erfahrung bei der Digitalisierung von Kundenakquise- und Kundenbindungstools sowie Jugendprogrammen in Kulturbetrieben verfügen, entstand - gefördert vom deutschen Berliner Kultursenat - die ClassicCard Berlin App. Neben einer automatischen & digitalen Altersvalidierung, Social- und Community Features mittels denen die jungen Nutzer*innen u.a. Wunschlisten mit ihren Freunden teilen können, können vergünstigte aber auch Vollpreistickets nun bereits im Vorverkauf einfach & schnell über die App gebucht werden. Welche Vorteile das für die Kulturbetriebe hat und wie Apps dabei unterstützen können, neues Publikum zu erreichen, die Auslastung zu steigern und die Kundenbindung zu stärken, erzählen André Kraft, Leiter Marketing und Kommunikation der Komischen Oper Berlin und Sophie Garzon-Lapierre, Head of Business Development von easy-connect.


12:00 – 13:00

Mittagessen in der Laabstelle
(powered by DIRECT MIND Arts)


13:00 – 13:45

Keeping your Friends close – sixty years of Friends of the Royal Opera House

Jessica Thompson | Royal Opera House (GB)

This year the Royal Opera House Friends’ membership scheme celebrates its sixtieth anniversary. Head of Membership Jessica Thompson will look at what makes a membership scheme successful, the balancing of philanthropy and benefit and why keeping your friends close is good for your organisation.


13:45 – 14:30

The Kiss NFT – ein erfolgreicher erster Schritt ins Metaverse für das Belvedere

Mag. Markus Wiesenhofer | Österreichische Galerie Belvedere

Die Österreichische Galerie Belvedere hat als eine der ersten Museen weltweit mit dem „The Kiss NFT“ einen erfolgreichen Schritt ins Metaverse gesetzt. „Der Kuss“ von Gustav Klimt – eine Ikone der romantischen Liebe und Herzstück der Sammlung des Belvedere – wurde zum Valentinstag als einzigartiges NFT-Projekt präsentiert. Eine hochaufgelöste digitale Kopie wurde in einem 100×100-Raster aufgeteilt und so entstanden 10.000 unverwechselbare Einzelteile, die als non-fungible tokens, kurz NFTs, angeboten werden. Die Besonderheit dabei: Alle Käuferinnen und Käufer können auf ihrem NFT eine digitale Liebeserklärung eintragen. Das Projekt sorgte für enorme internationale Aufmerksamkeit und Nachfrage. Die Vernetzung mit der NFT-Community auf den internationalen Märkten zeigt großes Potential für die Weiterentwicklung des Museums in den digitalen Raum.


14:30 – 14:50

Kaffeepause
(powered by digiDruck & VSG Direkt)


14:50 – 15:35

Analog and digital.
What does digitality have to offer middle-sized cultural institutions?

Lucie Blot & Kurt Danner | Pierre Boulez Saal

In March 2022 and after one year of hard work, the Pierre Boulez Saal launched its Streaming Platform: a content-oriented membership programme primarily designed to fulfil audience members’ thirst for knowledge on how music is made and listened to, as well as a way to engage beyond the concert experience on site.

Tied to a membership concept, our new digital offering enabled us to engage more with our audience members in a context when frequent communication was deeply appreciated by a somehow culturally deprived audience.

Today and after eight months of activity we are happy to share our learnings and hear from your own experiences too.


15:35 – 16:20

Wie vertrete ich das Fundraising wirkungsvoll gegenüber dem Vorstand? Wege, wie Sie Ihre Leitungsgremien für das Thema “Spendensammeln” mobilisieren können.

Becky Ann Gilbert | ASSIST

„Fundraising ist Führungsaufgabe“ und „Fundraising ist Teamarbeit“ lauten Fundraising-Maximen, mit denen so gut wie alle Fundraiser*innen vertraut sind. Die Logik dabei ist klar und nachvollziehbar: Als Teil der „Führungsetage“ von Non-Profit-Organisationen und Kulturorganisationen haben Vorstandsmitglieder, neben ihrer Vorbildfunktion, eine klar definierte rechtliche Verantwortung für die Sicherung materieller Ressourcen. Soweit die Theorie.

Die Praxis und Alltagserfahrungen vieler Fundraiser*innen sehen natürlich anders aus – zum Teil mit erheblichen Abweichungen bis hin zu enttäuschten Erwartungen seitens aller Beteiligten. Genau hier setzt dieser Vortrag an. Er richtet sich an Menschen in Non-Profit-Organisationen und Kultureinrichtungen, die ihre Vorstände in das Fundraising enger einbinden möchten beziehungsweise sich einen Überblick wünschen, welche Wege es im Umgang mit "häufigen Fragen" gibt, und welche Möglichkeiten für ihre Organisation eventuelle in Frage kommen.

Konkret wissen die Teilnehmer*innen am Ende des Vortrags,

  • was die allgemeinen Voraussetzungen für Erfolge in der Zusammenarbeit mit Vorständen sind;

  • welche Erwartungen an das Fundraising gestellt werden können;

  • welche Erwartungen an Vorstände gestellt werden können;

  • welche Wege für die Einbindung und Integration von Vorständen in Fundraising-Aktivitäten zur Verfügung stehen;

  • wo weitere Unterstützung und Hilfsquellen gefunden werden können.


16:30 – 18:00

Wrap-Up, Ausklang und Möglichkeit zum Networking